Orthomolekulare Medizin (Mikronährstofftherapie) - Grundlage der Gesundheit

Messen-Therapieren-Kontrollieren
Für eine gezielte Nährstofftherapie benötigt man zunächst eine ganzheitliche Labordiagnostik. In der Schulmedizin dienen die verschiedenen Laborparameter in erster Linie der Bestätigung einer Verdachtsdiagnose. Im Rahmen der biologischen Ganzheitsmedzin und Prävention werden auch Laborparameter bestimmt, die über den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkasse hinausgehen. Dabei wird die zusätzlich gewonnene Erkenntnis im Sinne der Komplementärmedizin angewendet. Denn Krankheiten sind immer aus dem Gleichgewicht geratende Stoffwechselvorgänge, die durch einen suboptimalen Mikronährstoffstatus charakterisiert sind.

Mikronährstoffe - Bausteine des Lebens
Mikronährstoffe sind essentiell für eine physische (körperliche) und psychische (seelische) Gesundheit, welche als Einheit Funktionstüchtigkeit garantiert. Die treibende und erhaltende Energie wird in den Mitochondrien("Kraftwerke der Zelle") erzeugt. Und ohne Energie läuft bekanntlich nichts. Somit hat ein Energiemangel in den Zellen, der nicht nur kurzfristig, sondern langfristig besteht, eine Fehlsteuerung der Zelle und einen DNA-Schaden verursachen. In der Folge kommt es zu chronischen Erkrankung. Katalysatoren aller biochemischer Stoffwechselvorgänge sind die verschiedenen Mikronährstoffe. Ein Mangel führt somit zwangsläufig zu einer chronischen Erkrankungen.

Wir unterscheiden: 

Vitamin                                    - fettlösliche (A,"D", E,K) und wasserlösliche Vitamine (B1, B2, B3, B5, B6, Biotin, Folsäure, B12, C),
Mineralstoffe                           - Calcium, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphat, Chlor/Chlorid,
Spurenelemente                      - Bor, Chrom, Cobalt, Eisen, Fluor/Flurid, Jod/Jodid, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen, Zink,
Vitaminoide                             - Coenzym Q10, L-Carnitin, Cholin, alpha-Liponsäure usw.,
Fettsäuren                               - gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte Fettsäuren( z.B. Omega-3-Fettsäuren: Eicosapentaensäure, Docosahexaensäure, Linolensäure),
Aminosäuren                           - essentielle und nichtz essentielle Aminosäuren
Hormone                                  - Vitamin D, Amino- oder Peptidhormone( z.B. Geschlechtshormone),
Enzyme                                    - sind biochemische Katalysatoren,
sekundäre Pflanzenstoffe       - Carotinoide, Polyphenole, Phytoöstrogene, usw..

Die Vitalstoffe wirken im menschlichen Körper häufig als so genannte Antioxidantien. Sie neutralisieren sauerstoffhaltige Substanzen, die chemisch als "freie Radikale" bezeichnet werden und durch Oxidation die Strukturen unserer Zellen schädigen können. Freie Radikale entstehen täglich in großen Mengen bei den verschiedensten Stoffwechselvorgängen. Um den Körper vor Schäden durch sie zu schützen, hat der menschliche Körper ein komplexes System aus enzymatischen und nichtenzymatischen Radikalenfängern entwickelt.

Nicht enzymatische Radikalenfänger (Antioxidantien)
Zu den nicht enzymatischen Radikalenfängern gehören Vitamine (A, B12, B6, B2, B1, C, D, und E), Spurenelemente (Kupfer, Selen, Zink, Chrom Mangan), Aminosäuren (Methionin, Cystein), sekundäre Pflanzenstoffe (Flavonoide, Karotinoide, etc), bioorganische Moleküle (alpha-Liponsäure, Coenzym Q10, Carbnitin, Melatonin).

Enzymatischen Radikalenfänger
Dazu gehören Enzyme wie Superoxid-Dismutasen, Reduktase, Katalasen und Peroxidasen. Ihre Wirkung ist abhängig von Mineralstoffen und Spurenelementen wie B2, Magnesium, Zink, Kalium, Kupfer, Eisen, Selen und Mangan.Enzyme sind Biokatalysatoren, die für einen erleichterten Ablauf chemischer Reaktionen sorgen. Als Arzneimittel helfen sie dem Körper, Stoffwechselabbauprodukte wegzuräumen, die vor allem bei Entzündungsprozessen gehäuft anfallen.

Der Mangel ist im Blutserum oder direkt in den Blutzellen nachweisbar.

Freie Radikale haben einen Nutzen
Freie Radikale übernehmen aber auch nützliche Aufgaben in unserem Körper. Zum Beispiel unterstützen sie die Abwehr von Erregern.

Wie immer kommt es auf das Gleichgewicht zwischen freiene Radikalen und Antioxidantien an.

Ursache von Mikronährstoffmangel
Die tägliche Ernährung in Deutschland enthält zu wenig gesundheitsfördernde Mikronährstoffe. Hauptgrund ist der zu geringe Verzehr von Obst und Gemüse. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sollten wir täglich mindestens 5 Mal Obst oder Gemüse zu uns nehmen.

Doch auch bei der empfohlenen Menge an Obst und Gemüse besteht die Gefahr, in einen Mikronährstoffmangel zu geraten. Ursächlich dafür ist zum einen die Industrialisierung der Lebensmittelherstellung. Die "schnelle" Küche umfasst nicht nur das sogenannte "Fastfood" in Form von Pizza, Burger und Schnitzel, sondern auch die Halbfertigprodukte in Werks-, Schul- und Krankenhausküchen. Zusätzllich werden Obst und Gemüse unreif geerntet und gelangen erst nach langen Transportwege und nach Lagerung in Kühl- oder Reifungshäuser auf unseren Tisch. Die Erzeugnisse sind anschliessend nicht mehr sehr gehaltvoll. Einem "Zuviel" an Schadstoffen, steht ein "Zuwenig" an bestimmten Mikronährstoffen gegenüber.

Zum anderen sind sind chronischer Stress, Umweltgifte, Rauchen, Medikamente, Chemo- und Strahlentherapie, chronische Erkrankungen, Alter und Rekonvalenszenzphasen nach einer längeren Erkrankung wahre Nährstoffkiller. Zum Beispiel reduzieren Antibiotika die Verfügbarkeit von B-Vitaminen. Antirheumatika des Typs NSAR (Nicht steroidale Antirheumatika) wie Acetylsalicylsäure, Diclofenac oder Ibuprofen können zu einem Folsäure- und Vitamin- C- Mangel führen. Protonenpumpenhemmer bei säurebedingten Magen- und Darmerkrankungen führen zu Magnesiummangel, da die Aufnahme aus dem Darm durch diese Medikamente gestört wird.

Risikogruppen für eine Vitalstoffdefizit:

  • Schwangere und Stillende,
  • Heranwachsende,
  • Senioren,
  • Vegetarier, Veganer,
  • Stressgeplagte,
  • Sportler,
  • Menschen, die Crash-Diäten machen oder fasten.

Symptome eines Mikronährstoffmangels
Häufige Zeichen eines Mikronährstoffmangels sind erhöhte Infektanfälligkeit, Erschöpfungszustände, Müdigkeit, Leistungseinschränkungen, Haarausfall, Wundheilungs- und Schlafstörungen.

Therapie
Um herauszufinden, ob eine Defizit vorliegt führe ich in der BioMed - Praxis in Zusammenarbeit mit einem Speziallabor eine entsprechende Blutuntersuchung durch. Nach ausführlicher Anamnese und Untersuchung erfolgt dann die gezielte Substitution der Mikronährstoffe, abgestimmt an die individuelle Situation des jeweiligen Patienten.
Viele Menschen glauben, dass sie sich etwas Gutes tun, wenn sie Vitaminpräparate unkontrolliert zu sich nehmen. Doch diese Art der Substitution("Nahrungsergänzung") führt nicht selten zu unerwünschten Wirkungen und birgt die Gefahr der Überdosierung.
Grundsätzlich sind zu empfehlen

  • gesunde, saisonale, redionale Ernährung aus biologischem Anbau,
  • regelmässige Bewegung,
  • das Einhalten von erholsamen Ruhepausen,
  • genügend Schlaf.

    Dies führt zur Gesunderhaltung und Genesung und zeigt unbestritten einen deutlich höheren Effekt. Sollte dies aber nachweislich nicht ausreichen, kommt die Gabe von Mikronährstoffen als Infusion, Injektion oder als Tablette nach ärztlicher Anweisung in Frage.

Nutzen der Mikronährstofftherapie
Laut Definition des zweifachen Nobelpreisträgers Prof. Linus Pauling versteht man unter orthomolekularer Medizin die Therapie von Stoffwechselstörungen mit körpereigenen Substanzen im therapeutischen Bereich. Der Vorteil dieser Behandlungsmethode ist, dass sie praktisch nebenwirkungsfrei ist, die natürlichen Regelnetze des Körpers multifunktional nutzt und damit in den meisten Fällen sehr viel effektiver ist als sie klassiche schulmedizinische, pharmazeutische Therapie. Es handelt sich dabei wohlweislich nicht um eine "Nahrungsergänzung". Krankheiten werden durch krankhafte biochemische Vorgänge ausgelöst und nicht durch fehlende Medikamente!
Bei der orthomelekulare Medizin dient der Einsatz von Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen sowie bestimmten Fett- und Aminosäuren:

  • der Prävention von Krankheiten und der Gesunderhaltung,
  • der Behandlung von Mikronährstoffmängeln,
  • der Stärkung des Immunsystems,
  • dem Erhalt der Leistungsfähigkeit,
  • der Unterstützung und Ergänzung der Heilung,
  • der Unterstützung der Vitalität.

Die Bioverfügbarkeit von Nährstoffen wird entscheidend auch durch die Darmflora (intestinale Mikrobiom) und durch den Zustand der Darmschleimhaut beeinflusst. 

Kontaktdaten

Dr. med. Martin Zeller

Am Rutenwall 18-20

46535 Dinslaken

Tel.: 0176-63754802
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Website: www.dinslaken-biomed.de

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